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DDR (1949 - 1990) |
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Letzte Revision: April 2002
INFORMATION IM ÜBERBLICK | |
| Name | DDR = Deutsche Demokratische Republik |
| Lage | Ostmitteleuropa; 50 N und 54½ N Breitengrade und 10 Ö und 15 Ö Längengrade |
| Größe | 108.333 km² (41,757 mi²) [23% des Deutschen
Reiches von 1937, 30% des deutschen Nachkriegsgebietes] [Vergleichbarer US-Staat: Tennessee] |
| Ausdehnung | Nord-Süd km (mi), West-Ost km (mi) |
| Bevölkerung | 17 Millionen |
| Dichte | 154 per km² (397 mi²) |
| Landschaft | vorwiegend Tiefebene/Flachland im Norden; im Süden (Südwesten) Mittelgebirge |
| Höchster Punkt | Fichtelberg (1214m/4006ft) |
| Tiefster Punkt | Ostsee (0m) |
| Flüße | Elbe (566km), Oder ( km) |
| Hauptstadt | Berlin (1,2 Millionen) ["Ost-Berlin"; geographische Lage:
13 Grad 24' O, 52 Grad 31' N]
Berlin wurde von den Westmächten nicht als Hauptstadt anerkannt, da es durch das Viermächteabkommen von 1972 Sonderstatus als geteilte Stadt hatte. [Der Westteil war daher offiziell kein Teil der BRD]. |
| Größte Städte | Leipzig (553.000), Dresden (520.000), Magdeburg ( ) |
| Länder | 15 Bezirke, benannt nach der größten Stadt=Hauptstadt: Rostock; Schwerin; Neubrandenburg; Magdeburg; Potsdam; Berlin; Frankfurt (Oder); Cottbus; Halle; Erfurt; Leipzig; Dresden; Karl-Marx-Stadt [Chemnitz]; Gera; Suhl |
| Nachbarländer | BRD (464km, innerdeutsche Grenze), Polen (460km), Tschechoslowakei (454km [damals]), [Grenze zur Ostsee] |
| Gesamtgrenzlänge | 1378 km (826 mi) |
| Regierungsform | sozialistisch-kommunistisch |
| Regierungschef | Staatsratsvorsitzender (Parteivorsitzender), Staatsrat; Ministerrat, Ministerratsvorsitzender; Volkskammer (2 Kammern; 500 Abgeordnete); Politbüro |
| Parteien | SED--Sozialistische Einheitspartei Deutschlands [aus KPD
& SPD gebildet] DBD--Demokratische Bauernpartei Deutschlands CDU--Christliche Deutsche Union LDP--Liberaldemokratische Partei NDPD--Nationaldemokratische Partei Deutschlands |
| Namen | Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Erich Honecker, Egon Krenz, Hans Modrow, Gregor Gysi |
| Verfassung | 7. Oktober 1949 (in Kraft; Nationalfeiertag) |
| Sprache | Deutsch |
| Völkergruppen | Deutsche; sorbische Minderheit (vorwiegend im Gebiet des Spreewaldes) |
| Religion | 47% Protestanten, 7% römisch-katholisch; 4% ohne Konfession; Rest andere |
| Wirtschaft | Schiffbau, Optische Instrumente, Elektronik, Präzisionsinstrumente |
| Währung | 1 Mark [Ost-] = 100 Pfennige |
| Kennzeichen | DDR (GDR--German Democratic Republic, "East Germany") |
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EINIGE DATEN ZUR GESCHICHTE | |
| 1945 | Bedingungslose Kapitulation des 3. Reiches. Die Alliierten Streitkräfte (USA, Frankreich, England und Rußland) übernehmen mit der Berliner Deklaration die Regierungsgewalt in Deutschland, das in vier Besatzungszonen aufgeteilt wird. Berlin wird in vier Sektoren geteilt. |
| 1946 | Zusammenschluß der SPD und KPD zur SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) in der sowjetischen Besatzungszone (Vorsitz: Walter Ulbricht). |
| 1948 | Geplante Währungsreform für Deutschland wird von der UdSSR abgelehnt und nur in den drei Westzonen durchgeführt. In der Ostzone wird eine eigene Reform durchgeführt. |
| 1949 | Die SED wird nach dem Vorbild der KPdSU neu strukturiert, eine neue Verfassung wird im Mai vom Volkskongress angenommen. Die Deutsche Demokratische Republik wird am 7. Oktober gegründet (im ehemaligen Ostsektor = von der UdSSR besetzten Gebiet [daher ex-"SBZ/Sowjetische Besatzungszone"; auch Ost-Deutschland (vorwiegend im Ausland; BILD-Zeitung (Springer-Presse): "DDR" [immer in Anführungszeichen]). Ministerpräsident: Otto Grothewohl; Präsident: Wilhelm Pieck. Koalitionsregierung aus SED, CDU, LDP und NPD. Die Westzonen werden zur Trizone zusammengeschlossen, ein vorläufiges Grundgesetz schafft die Bundesrepublik Deutschland. Besatzungsstatus tritt in Kraft. |
| 1950 | Im Görlitzer Abkommen erkennt die DDR die Oder-Neiße-Linie als deutsch-polnische Grenze an und schließt ein Freundschaftsabkommen mit Ungarn, Bulgarien und Rumänien. Aufnahme in den RGW (= Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe der Ostblockstaaten; COMECON [COMmonECONomy]). |
| 1951/52 | Die Westmächte beenden formell den Kriegszustand mit Deutschland. |
| 1952 | Die Länder werden in Bezirke umorganisiert |
| 1953 | Arbeiteraufstand |
| 1954 | Die DDR wird von der Sowjetunion als souveräner Staat anerkannt (nominelle Unabhängigkeit). Anerkennung der Regierung der BRD als einzige rechtmäßige Regierung Deutschlands durch die Westmächte. |
| 1955 | Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der UdSSR durch die BRD. Die DDR wird Mitglied des Warschauer Pakts (der als Gegengewicht zur NATO gegründet wurde). |
| 1956/57 | Die DDR stellt eigene Streitkräfte auf (Nationale Volksarmee). Einführung eines 'Paßgesetzes' zur Verhinderung von Republikflucht. |
| 1958 | UdSSR verlangt ultimativen Abzug der Besatzungstruppen und eine entmilitarisierte Zone Berlin, die Westmächte lehnen das Ultimatum ab. |
| 1961 | Errichtung der Berliner Mauer um Fluchtbewegung zu stoppen (vorwiegend Mauer in/um Berlin, Zaun für die Landesgrenze). Befehl des Waffengebrauchs zur Verhinderung der Flucht. Verstärkung der Überwachung der deutsch-deutschen Grenze. Abschluß der landwirtschaftlichen Kollektivierung. |
| 1963 | Passierscheinabkommen für Berlin. |
| 1967/68 | Beteiligung am Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei. |
| 1971 | Walter Ulbricht tritt zurück; sein Nochfolger wird Erich Honecker. |
| 1972 | Abschluß des ersten Staatsvertrags zwischen der BRD und der DDR (Anerkennung der Gleichberechtigung beider deutscher Staaten und der Unverletzlichkeit der bestehenden Grenzen). |
| 1973 | Aufnahme in die UNO (beider deutscher Staaten). |
| 1987 | Honecker Staatsbesuch in der BRD (erster und letzter eines DDR-Staatsoberhauptes). |
| 1989 | Bedingt durch den politischen Wandel in der Sowjetunion werden auch in der DDR Kräfte gegen die sozialistische Staatsstruktur gestärkt; es kommt zur Massenflucht. Am 9. November 1989 wird unter dem inneren und internationalen Druck die Grenze zur BRD und die Berliner Mauer geöffnet. Das Zentralkommitee wird aufgelöst. |
| 1990 | 18. März: erste und letzte freie Wahlen in DDR. Am 2. Juli treten Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion in Kraft. Am 3. Oktober wird durch den Beitritt der rekonstituierten Bundesländer von vor 1952 der ehemaligen DDR zur BRD ein geeintes Deutschland geschaffen. |
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Auferstanden aus Ruinen
und der Zukunft zugewandt,
laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
und wir zwingen sie vereint,
denn es muß [wird] uns doch gelingen,
daß die Sonne schön wie nie
über Deutschland scheint.
Glück und Friede sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
schlagen wir des Volkes Feind.
Laßt das Licht des Friedens scheinen,
daß nie eine Mutter mehr
ihren Sohn beweint.
Laßt uns pflügen! Laßt uns bauen,
lernt und schafft wie nie zuvor,
und der eignen Kraft vertrauend
steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend: bestes Streben
uns'res Volks in dir vereint,
wirst du Deutschlands neues Leben,
und die Sonne schön wie nie
über Deutschland scheint.
Text: Johannes R. Becher (1891-1958), "Deutschland-Lied"
Musik: Hanns Eisler (1898-1962)
Anhören (mit entsprechender Ausrüstung)
Becher war ein expressionistischer Dichter und später Kulturminister der DDR. Der Text, 1949 anerkannt, wurde aus politischen Gründen später offiziell nicht mehr gesungen, da er die (politisch nicht opportune) Zeile "Deutschland einig Vaterland" enthielt.
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